1995 – Rechnitz



RECHNITZ

23.  MÄRZ 1945 ÖSTERREICH BURGENLAND RECHNITZ KREUTZSTADEL OPFER TÄTER NIEMALS VERGESSEN

Photographie auf Erde vom Ort, Leinen
110 x 240 cm, Keilrahmen

Der Kreuzstadel in Rechnitz war Ort schrecklicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Der Zweite Weltkrieg war eben vorbei. Und dennoch trieben Nazis gefangene Menschen, Juden, aus einem nahe abgestellten Viehwagon – nicht etwa um sie laufen zu lassen. Im Schatten des Kreuzstadels wurden sie alle ermordet. Bauern – gezwungen eine Grube auszuheben, wurden ebenfalls exekutiert.

In Oesterreich hat es 50 Jahre gebraucht, bis Erinnern zugelassen wurde. Ein Bildhauer bekam 1995 den Auftrag, den Ist-Zustand der Ruine des Kreuzstadels zu konservieren. Ich photographierte und nahm Erde vom Ort mit. Im Studio fixierte ich die Erde auf Leinen. Um das Format verarbeiten zu koennen, baute ich meine Dunkelkammer um. Erst danach gelang es mir die Erde photosensibel zu machen, um die Vergroesserung der Aufnahme von der Ruine mit der Fusszeile: „23. MÄRZ 1945 ÖSTERREICH BURGENLAND RECHNITZ KREUTZSTADEL OPFER TÄTER NIEMALS VERGESSEN“ entwickeln zu koennen.

Die Arbeit wurde in das Panstwowe Muzeum na Majdanku / Polen, aufgenommen.